
Neuigkeiten
von Muttodaya- Neues zum Jahresende 2011
Bauliches:
Das Dach des Hauptgebäudes hat einen Schneefang erhalten. Im Keller
wurde eine Wasserentsäuerungsanlage für die Brunnenwasserversorgung
installiert.
- Thailändischer Kronprinz besucht Muttodaya
Seine
Königliche Hoheit, der thailändische Kronprinz Maha Vajiralongkorn
besuchte am 28.Juli 2011 Kloster Muttodaya. Er überreichte anlässlich
seines Geburtstages Sanghadana und hielt ein Dhammagespräch mit den
anwesenden Mönchen.
- Neues zur Regenklausur 2011
Entwicklung des Klosters: Im April wurden auf der Stupawiese 600 Bäume gepflanzt. Kuti 2 wurde fertiggestellt. Die Stromleitung zum Hauptbrunnen wurde erneuert. Dazu wurden ca. 200 Meter Erdkabel verlegt. Das Dach der Holzlege erhielt Randanschlüsse und Traufbretter. Die Bauwagenkuti erhielt eine Wohnwagen-Gasheizung.
Personelles: In der Reisezeit zwischen der Schnee- und der Regenklausur besuchten uns folgende Bhikkhus (nach Seniorität geordnet):
Luang Phor Dschandie Kantadhammo (T), Abt von Wat Pa Ambavan, Chonburi Ajahn Ñanabodhi (D), Metta Vihara Ajahn Martin Piyadhammo (D), Wat Pa Baan Taad Ajahn Kevali (D), Abt von Wat Pa Nanachat Ajahn Sambodhi (CZ), Metta Vihara Ajahn Moshe (T), Wat Pa Nanachat Tan Ron (D), Wat Naa Kham Noi Tan Cittaviro (D), Wat Pa Nanachat Tan Kaccayano (CH), Metta Vihara Tan Nandiyo (D), Dhammapala Tan Santikaro (SK), Kloster in Thailand Tan Sivali (D), hat inzwischen entrobt Samanera Cittapalo ist nach Australien zurückgekehrt.
Durch die vielen Besucher hatten wir zweimal die Gelegenheit zur Patimokkha-Rezitation, einmal sogar in "Familienbesetzung" (nur deutsche Mönche, alle in Thailand in der Waldtradition ordiniert). Durch
den Besuch von Luang Phor Dschandie konnte Kuti 2 vollends ihrer
Bestimmung zugeführt werden: sie ist normalerweise die Unterkunft des
Seniormönchs, aber zugleich Khruba-Ajahn-Kuti, d.h. eine Kuti, in der besuchende Meditationsmeister übernachten und Sanghamitglieder empfangen. Das Medieninteresse
war wieder stark: Ein TV-Team vom WDR drehte für einen Fernseh-Essay
(ARD, 26.11.11, 20.15h) und ein Team vom BR drehte für eine 45minütige
Dokumentation über das Kloster (alle dritten Programme und ARTE). Eine
Rundfunkreportage (BR2) wurde bereits gesendet (siehe unten).
- Radiosendung BR2 (Ausschnitt) Zen in [Franken] (Bizarre Regeln, selbstauferlegte Verbote und Hilfsreflexe: tja, so ist das...)
- Radiosendung BR2 Zen in Bayern (ganze Sendung)
- Sima-Zeremonie im Kloster Muttodaya am 6.11.2010
Zur
Durchführung einer offiziellen Ordenshandlung (Sanghakamma) in einem
buddhistischen Kloster ist ein vorher festgelegtes Gebiet, eine
sogenannte Sima, erforderlich. Von Vorteil ist es, wenn die jeweilige
Ordensgemeinschaft selbst zu diesem Zweck ein solches Gebiet (zum
Beispiel um eine Ordinationshalle herum) absteckt und bestimmt. In
Asien hat jedes voll etablierte Kloster eine derartige Sima, aber in
Europa gibt es nur sehr wenige, z.B. im Kloster Amaravati in England.
Am
6.11.2010 wurde im Kloster Muttodaya im Frankenwald in feierlichem
Rahmen eine Sima errichtet, möglicherweise zum ersten Mal in
Deutschland. Bereits am Vortag waren je zwei Mönche aus den Klöstern
Metta-Vihara (Allgäu) und Bodhi-Vihara (Freising) angereist, um bei den
vorbereitenden Ordensfunktionen zu helfen. Bei der eigentlichen
Simazeremonie hatte der Meditationsmeister Luang Phor Sanong Katapuñño
(Wat Sanghathaan, Thailand) den Sitz des Seniormönchs inne, der mit
drei weiteren Bhikkhus aus seinem Zweigkloster in Berlin angereist war.
Zur
Markierung der Sima wurden vier Granitkugeln verwendet, die seit
Monaten an Holzgestellen über voher ausgehobenen Löchern baumelten. Die
Kugeln wurden von den ca. 250 Gästen fleißig mit Blattgold geklebt. Die
Unterstützer des Klosters kamen aus allen Gegenden Deutschlands, aber
auch aus fernen Ländern, wie z.B. Thailand, Malaysia und Singapur.
Punkt
14.14 Uhr hackten vier Schirmherren, darunter der kgl. thailändische
Botschafter, die Haltestricke durch und versenkten so die
Markierungskugeln in der Erde. (Ein paar Tage später wurden über den
Kugeln als oberirdisch sichtbare Markierung vier Felsbrocken mit je
einer Bronzeplakette daran platziert. Die Findlinge sind aus Eklogit, einem sehr alten und seltenen Mineral. Sie wurden von Bürgermeister Ehrler im Namen der Marktgemeinde Stammbach „überreicht“.)
Eine
halbe Stunde nach dem „Einlochen“ fand dann das Sanghakamma zur
Einweihung der Sima statt. Daran nahmen 11 Bhikkhus aus 7 Ländern teil
– ein eindrucksvolles Bild. Einen weiteren Höhepunkt bildete die
Rezitation der Ordensregeln (Patimokkha) als einer der ersten
Amtshandlungen in der neuen Sima. Der Ehrwürdige Kaccayana gab diesem
magischen Tag nach der Abendmeditation mit seinem Vortrag „Die Sima im
Herzen“ einen würdigen und besinnlichen Abschluss.
Fotos auf unserer Bilder-Seite und auf folgenden links: [Galerie von Cheng Geok Thong] [Galerie von Jian Jen Thong] [Simatrix - Mutto-Minimovie] [Muttodaya Sima - Muttomovie] [Artikel in der Frankenpost]
- Neues zum Jahresende 2009
Bauliches
Die erste
wintertaugliche Kuti ist
fertig. Es ist ein ruhiger, warmer, zur Praxis inspirierender Ort des
Rückzugs geworden, der jetzt von Than Mettiko bewohnt wird. Seine
bisherige Unterkunft , ein Wohnwagen, wurde nicht mehr benötigt (keiner
sonst will darin wohnen) und vom Trägerverein verkauft.
Der Bau von Kuti 2
wurde eingeleitet.
Diverse Renovierungsarbeiten
im Hauptgebäude und in der Scheune wurden durchgeführt. Eine
Verbesserung der Wasserversorgung
steht noch aus: Erneuerung von 200 m vergrabenem Stromkabel zur
Brunnenpumpe, Aufbereitungsanlage nach Behördenvorschrift.
Die Wiese hinter dem Haus soll komplett aufgeforstet
werden. Die behördliche Genehmigung wurde erteilt . Am Weg
entlang hat Michael 10
größere Walnussbäume und Linden gepflanzt, die das Klostergelände etwas
besser nach außen abgrenzen.
Der bestehende Wald wird nach und nach verjüngt. Zu dicht stehende
große Bäume werden ausgedünnt. Feuerholz
für unsere moderne Holzheizung ist gemacht; der Ertrag aus dem eigenen
Wald müsste dieses Jahr über den Winter reichen.
Drei
Buddhas
Die meisten Verbeugungen
seitens der Mönche empfängt die Buddhastatue
auf dem Schrein im Sangharaum.
Hier nimmt die Klostergemeinschaft ihre Mahlzeit ein; hier werden auch
Sanghabesprechungen abgehalten. Bis
November stand auf dem Schrein eine Statue, die als befristete Leihgabe
dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurde. Sie wurde inzwischen
wieder von den Eigentümern abgeholt und konnte durch eine sehr schöne
Replik des berühmten Sarnath-Buddha ersetzt werden (gestiftet von Sian
Mah aus Malaysia).
[foto]
Die meisten
Räucherstäbchen erhält die Buddhastatue auf unserem Stupa.
Die Bodendeckerrosen, die dort gepflanzt wurden, blühen zum Erstaunen
von Gartenspezialisten trotz der rauen Witterung bis in den November
hinein. Es sieht
aus, als ob der Buddha auf einem Blumenberg sitzen würde. Im ersten
Winter
wurden die Rosen zum Schutz vor dem strengen Frost mit Stroh und
Fichtenzweigen abgedeckt und es sah aus wie ein
überdimensionaler Adventskranz.
[foto]
Die meisten Teilnehmer
am Werdeprozess hatte die Statue,
die
für unsere Dhammahalle
hergestellt wurde: ein Buddha mit Naga, nach einem historischen Vorbild
aus der Zeit des Sri Vijaya Reichs (etwa 1000 n.Chr.). Viele Spender,
vor allem aus Thailand, Malaysia und Singhapore machten es möglich,
dass am 23. Dezember 2009 die Buddhafigur gegossen werden konnte. Eine Reihe
thailändischer
Meditationsmeister (LP Liam, LP Candii, LP Thong Däng u.a.) und einige
bekannte westliche Mönche (TA Pasanno, TA Jayasaro, TA Amaro und
andere) waren dabei anwesend und gaben ihren Segen. Die Statue
wurde im Mai 2010 im Kloster aufgestellt und zu Vesakh eingeweiht.
[foto]
- Erste Patimokkha Rezitation
Am
Asalha Puja Tag, dem Vollmond im Juli konnten wir mit Verstärkung
der Freisinger Bhikkhus zum ersten Mal Patimokkha, den Kodex der 227
Regeln, rezitieren. Dafür müssen sich mindestens 4 Bhikkhus versammelt
haben. Die Rezitation war eine besondere Sache für uns, weil es die
Ordensgemeinschaft (samvasa) etabliert und die Ordinationslinie bis
zurück zum Buddha bekräftigt. Ein wahrhaft glücksverheißender Anlass!
Und es wurde noch besser, als am Nachmittag unter der Buddhastatue auf
dem Gipfel unserer neuen Stupa Reliquien eingebracht wurden, und der
Stupa in einer kleinen Zeremonie mit 5 Mönchen und 50
Laienunterstützern den 28 Buddhas der Vergangenheit gewidmet wurde.
(Siehe auch unsere Bilderseite)
Besucher nach der Regenklausur:
Im Winter waren Ajahn Vimalo, Ajahn Kongrit und Ajahn Hasakhorn aus
England (Amaravati) für einige Zeit zu Besuch.
Kurz vor der Regenklausur 2009 hatten wir noch folgende Besucher:
Than
Adaro, Bhante Sambodhi, die Mönche aus Bodhi Vihara, Freising (U
Tejobhasa und Thitadhammo), den Ehrw. Sunita, die Schwestern Mudita
Bhikkhuni und Saddha
aus Anenja Vihara, sowie Lama Lhündrup.
Besonders gefreut hat uns
der Besuch des Meditationsmeisters Than Pu Ton Dhammarato aus Wat Pa
Dahn Vivek, Nong Khai, Thailand, der alle Herzen mit seiner Metta
gewann und für Inspiration durch sein Dhamma, direkt aus der Praxis,
sorgte.
Bauprojekte:
Die Holzlege
ist fertig. Durch das verlängerte Dach kann sie auch zur Gehmeditation
im Freien bei schlechtem Wetter verwendet werden.
Der Umbau der Dhammahalle
ist abgeschlossen. Es ist ein inspirierender, stiller Ort geworden,
der zur Meditation einlädt. Dank an die vielen Helfer, insbes. Dietmar,
Herbert, Klaus.
Das Klosterschild
konnte, nachdem die Gefahr von Dachlawinen endlich vorüber ist,
montiert werden. Vielen Dank an den Spender, Leo.
Knapp 100 Bäume
wurden gepflanzt (Buche, Fichte, Kiefer, Lärche, Esche, Ahorn, Birke),
damit sich die freien Flächen hinter dem Hauptgebäude allmählich in
Wald verwandeln und den Waldunterkünften noch mehr Abgeschiedenheit
bieten. Gute Arbeit von Jason, Jochen und Philip.
Mit der Arbeit an 2 wintertauglichen Kutis (Hütten) wurde
begonnen.
Bauphase 1 der Stupa
ist abgeschlossen.
- Im Frankenwald Erleuchtung finden
Artikel im FRÄNKISCHEN TAG vom 27.2.09
[link]
- Muttodaya Kloster im Frankenwald, So leben die
Buddhisten:
Bayerisches Fernsehen - Frankenschau, Sendung vom 7. Dezember 2008
[link]
- TV Oberfranken, 24. Juli 2008
Das erste
Buddhismuskloster bei Stammbach - Beitrag über das Klosterleben
Anmerkung:
In dem Beitrag wird falsch gesagt, als die Mönche von dem Almosengang
zurück kommen, dass sie "das gesammelte Geld nicht anfassen können". In
Wirklichkeit sammeln die Mönche überhaupt kein Geld in ihren
Schalen beim Almosengang, sondern nur Essen. Geldspenden werden im
Kloster von dem Verein verwaltet.
[link]
- Artikel in FOCUS vom 7.7.2008
NIRWANA IM
FRANKENWALD
tief in
Bayern gründeten buddhistische Mönche ein Kloster
(dazu ein
Online-Interview mit Ajahn Cattamalo: www.focus.de/cattamalo)
Am Sonntag
den 25. Mai 2008 haben sich über 60 Freunde des neuen
Waldklosters Muttodaya in Herrnschrot versammelt. Dabei ging es um die
formelle Übergabe und Widmung des Klosters an die Mönchsgemeinschaft
(bhikkhu-sangha), als auch um die Vesakfeier. Mit zwei bereits
ansässigen Mönchen und drei Besuchern waren insgesamt fünf Mönche
anwesend bei der Zeremonie. Ab vier kann man schon im Sinne des Vinaya
über eine Sangha oder "Gemeinschaft" sprechen. Das Kloster wurde von
den Spendern nicht an eine bestimmte Gruppe oder einen einzelnen Lehrer
gewidmet, sondern an die Mönchsgemeinschaft der vier Himmelsrichtungen,
die gekommen sind oder künftig kommen werden. So hat es der Buddha
selbst empfohlen in einem Vinayatext, der vorgelesen wurde. Danach
rezitierten die Mönche einige Parittas (Pali Verse) um die grosszügige
Spende zu segnen.
[link]
Im April
2008 haben Ajahn Chandako (Vimutti Monastery, Auckland) und
Tan Mettiko (Waldkloster Muttodaya) eine Tudong-wanderung auf der
Südinsel Neuseelands gemacht. Den Bericht von Tan Mettiko können sie
hier lesen:
[link]
- Artikel in NÜRNBERGER NACHRICHTEN 17.5.2008
Buddhistisches
Kloster eröffnet: Erleuchtung in Franken
Mönche
meditieren in neuem Waldkloster im Kreis Hof
[link]
- Fernsehsendung (BR) von 29.04.2008 über
Muttodaya
[link]
- Artikel in der Frankenpost von 12.04.2008
Buddha wohnt im Frankenwald
Klostergründung | In Herrnschrot bei Stammbach entsteht das erste
buddhistische Waldkloster in Deutschland. Eigenständige westliche
Tradition soll sich entwickeln. Zunächst Heimat dreier Mönche.
Im äußersten westlichen Winkel des Landkreises Hof, in einer ländlich
geprägten Landschaft mit schönen Wiesen und Waldgebieten, liegt der
kleine Ort Gundlitz mit dem Ortsteil Herrnschrot, zum Markt Stammbach
gehörig. Ein idealer Platz, um die Schönheit der Natur auf sich wirken
zu lassen und die Gedanken nach innen zu lenken. Ein idealer Platz für
ein Kloster […]
[link]
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